Schön, dass Sie da sind. Meine Worte und ich freuen uns, von Ihnen gelesen zu werden. Ich bin Journalistin, Kommunikationsbeobachterin auf allen Ebenen und Literaturliebhaberin. Sie finden hier Workshopangebote und Texte, die inspirieren wollen. Aber auch kleine Sprachjuwelen, die mir begegnet sind, teile ich mit Ihnen. Lesen Sie einfach weiter…


 

Ich war heute einkaufen. Auf dem Weg vom Parkhaus ins Geschäft wollte ich den Fahrstuhl nutzen. Doch der Lift war voller Einkaufswagen. Jener Mitarbeitende, der sie gerade im Untergeschoss eingesammelt hatte, winkte mir: "Sie händ scho no Platz." "Danke viel mal." Ich setzte hinzu: "Eigentlich chönnted dLüt dWägeli au wieder am Igang deponiere. Das würd Euch Arbet spare." Er lachte, hob in einer angedeutet betenden Geste die Hände gegen die Decke. "Eigentlich..." Wir seufzten beide leicht und wünschten uns einen schönen Tag. Die Szene setzte sich in meinem Hinterkopf fest. Geht es bei überall stehengelassenen Einkaufswagen um Vergesslichkeit? Bequemlichkeit? Eile? Dabei ist die vierrädrige Konstruktion das das Paar zusätzliche Hände, das trägt, was uns zu schwer ist. Als Dank für diese Dienstleistung könnten wir die Wagen doch wenigstens nach Hause kutschieren. Damit würde auch ihr Hüter befreit und könnte vielleicht eine erfüllendere Aufgabe finden...


 

Meine Führung durch Spreitenbach ist bereits wieder Geschichte. Aber sie hatte es in sich! Wunderbare Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich angeregt beteiligten. Ein Grillfest von Werner Hauenstein zur Überraschung auf dem Steinackerplatz und Gespräche. So will "Die Schweiz lesen" sein, in jedem Ort sollen sich die Menschen beim Betrachten ihrer Welt unterhalten.

PS: Für bildliche Eindrücke einfach Wortemalen Facebook geniessen


 

Meine Banknachbarin aus der ersten Klasse sprach spanisch. Sie war scheu, ich habe eine Weile gebraucht, um es herauszufinden. Neben dem Alphabet lernte ich im ersten Schuljahr viele italienische Fluchworte. Mit der Zeit kamen Dänisch, Türkisch, Jugoslawisch und Ungarisch dazu. Ich fand es spannend, wie viele Worte es für Tisch oder Stuhl gibt. Mit dem Begriff Fremdsprache konnte ich schon damals nichts anfangen. Ich geniesse die Wortmelodien aller Sprachen. Ich lernte und lerne, weil ich verstehen will. So passiert im Schulhaus Hasel in Spreitenbach.

Weitere Erinnerungen gibt es während meiner Führung durch die Gemeinde. Diesen Donnerstag, 15 Uhr, Treffpunkt Bushaltestelle Spreiti West, mitbringen ein Busticket Zone 572