Schön, dass Sie da sind. Meine Worte und ich freuen uns, von Ihnen gelesen zu werden. Ich bin Journalistin, Kommunikationsbeobachterin auf allen Ebenen und Literaturliebhaberin. Sie finden hier Workshopangebote und Texte, die inspirieren wollen. Aber auch kleine Sprachjuwelen, die mir begegnet sind, teile ich mit Ihnen. Lesen Sie einfach weiter…


 

Heute ist Montag. Das allein mag keine bahnbrechende Neuigkeit sein. Aber für mich bedeutet es: Nur noch eine Woche bis ich in Beinwil am See über meine Experimente mit Lyrik sprechen darf. Und ich werde versuchen, die Lust der Menschen auf Kreativität in Buchstaben zu wecken. Vielleicht hat jemand Lust vorbeizukommen, wenn es heisst

«Beinwil, mal prosaisch, mal lyrisch»: Die Journalistin und Autorin Graziella Jämsä (Schongau) nennt Literatur eine internationale Sprache. Jeder kann sich ihrer bedienen – und an dieser Veranstaltung seine Sicht auf Beinwil mit eigener Kreativität zu einem ganz besonderen Moment gedeihen lassen. 
Montag 4. Juli, 15 Uhr Ort: Antiquariat Johannes Eichenberger, Aarauerstr. 12; vis-à-vis Bahnhof Beinwil am See

Ich freue mich auf alle Neugierigen!


 

Klassischerweise heisst es: Ich habe einen Schatz gefunden. Aber vielleicht kann man einen Schatz auch erleben... Für mich hat es sich gestern so angefühlt. Ich habe als Autorin im Rahmen von "Lyrik im Kloster" (St. Urban) Arbeiten von mir vorgetragen und zur Diskussion gestellt. 

Es ist ein wunderbares Gespräch entstanden. Die Gäste waren so freigiebig mit Neugier und Sprachliebe. Es war ein Geschenk voll Inspiration. Mit diesem Glücksgefühl sass ich auf dem Heimweg im Zug. Ich sah aus dem Fenster, wir fuhren einem Regenbogen entgegen und ich sandte Dankessterne ins Universum hinaus...


 

Während unseres Urlaubs in Schweden entdeckten mein Mann und ich Werbung für eine "Trampolinwelt" an einer Gebäudewand im Industriegebiet. "Für Kinder", mutmasste er. "Wahrscheinlich", setzte ich hinzu. Doch insgeheim dachte ich: Warum nicht für Erwachsene? Wir waren schon beim Lebensmittelladen als ich sagte: "Ich will aber auch hüpfen." Mein Mann schmunzelte. "Ich will ja nichts Gefährliches machen. Ich muss nicht wissen, wie hoch ich springen kann. Aber das Gefühl wenn der ganze Boden unter deinen Füssen in Bewegung ist, stelle ich mir wunderbar vor. Ich könnte ja einfach dasitzen und die Kinder um mich herum hüpfen lassen." Er schmunzelte immer noch über meine Fantasie und die leuchtenden Augen, die ich bekommen hatte. Wer mich kennt wird vielleicht auch schmunzeln. Ich bin kein Leichtgewicht und heute 45 Jahre alt geworden. Ich kann mitlächeln, denn ich gäbe bestimmt ein lustiges Bild ab. Wobei "gäbe" hier nur als temporär gültige Zeitform zu verstehen ist. Denn sollte ich in den nächsten Ferien Zugang zum Trampolin bekommen, werde ich das Gefühl testen. Wie es ist, das Leben hüpfen zu lassen...