Schön, dass Sie da sind. Meine Worte und ich freuen uns, von Ihnen gelesen zu werden. Ich bin Journalistin, Kommunikationsbeobachterin auf allen Ebenen und Literaturliebhaberin. Sie finden hier Workshopangebote und Texte, die inspirieren wollen. Aber auch kleine Sprachjuwelen, die mir begegnet sind, teile ich mit Ihnen. Lesen Sie einfach weiter…


 

Was heisst Stillstand? Kann ein Mensch, dessen Herz schlägt, tatsächlich stillstehen? Heisst von A nach B fahren unterwegs sein? Sind fahren, fliehen und flüchten Synonyme? Wie geht Erholung? Wie hängen Wahrheit und wahrnehmen zusammen? Helfen Schnüre wenn man sich verbunden ist? Machen Fragen Angst? Was genau ist eine Antwort?


 

(Unzensiert und nicht korrigiertes Ergebnis von zehn Minuten automatischem Schreiben)

"Ich will ins Schwimmbad." Lexi stellte ihre Kakaotasse so ruckartig auf den Esstisch, dass die Milch überschwappte. "Ich will, ich will, ich will - ich will auch viel. Zum Beispiel eine Tochter, die sich zu benehmen weiss", motzte Lexis Mutter zurück und warf ihr den Putzlappen zu. "Sorry", brummte Lexi und beseitigte die Lache. "Du könntest die Zeit nutzen und den Schulkram in deinem Zimmer sortieren, morgen ist Papiersammlung." "Ja, ja." Lexi schnappte sich eine Papiertüte und schlappte in ihr Zimmer. Missmutig griff sie sich den Ordner für Gesellschaftskunde. "Aufbau Ständerat und Nationalrat, Rütlischwur, die Wichtigkeit der Wahlen..., wer braucht das noch zu wissen? Kann man alles googeln." doch plötzlich fiel ihr der Titel von einem Blatt ins Auge. "Manchmal braucht es Fantasie, um Wünsche wahr zu machen." Lexi sah aus dem Fenster. Es regnete Bindfäden. Sie schmunzelte. "Genau, manchmal braucht es Fantasie." Sie zog ihren Badeanzug an, griff nach ihrer Boombox und schlich aus ihrem Zimmer. Im Flur zog sie die Gummistiefel an und schloss leise hinter sich die Haustür. Lexis Mutter war gerade mit Wäsche zusammenlegen beschäftigt. Dann schrak sie zusammen. "It's raining men! Hallelujah! It's raining men! Amen!" Sie wandte sich zum Fenster. Da tanzte Lexi durch den Regen in Gummistiefeln und Badeanzug. Es war ein Bild für die Götter! Lexis Mutter öffnete das Fenster, streckte den Kopf raus und applaudierte. "Die Show ist grossartig! Was hält die Tänzerin von Käsetoast zum Essen nach der Vorstellung?" "Finde ich gut - aber das dauert noch eine Weile." "Kein Problem - ich freu mich drauf." Lexis Mutter wollte sich gerade wieder um die Wäsche kümmern, da ertönte von draussen: "What a feeling!" Der Tag war gerettet.


 

Ich bin diese Woche mit einer guten Freundin auf Tour gegangen. Wir haben die Ausstellung "Geschlecht" im Stapferhaus besucht.. Ein Aspekt beschäftigt mich seither. Jeder Mensch trägt durch seine persönliche Prägung (Erziehung, Erlebnisse, Vorbilder) eigene Vorurteile in sich. Sei es das Kompliment zum rosa Kleid, das wir einem Mädchen machen oder der Gebrauch von Redewendungen Redewendungen wie "Frauen und Technik". Das heisst, wir zementieren unbewusst Stereotypen mit, während wir uns gleichzeitig über mangelnde Gleichberechtigung beschweren. Ich habe mir überlegt, wie sich das ändern liesse. Und irgendwann hatte ich den Einfall: Warum nicht ein Coach für Gleichberechtigung? Ein Mensch, der Abläufe in einer bestehenden Gruppe beobachtet und durch gezielte Fragen Denkprozesse anstösst? Vielleicht lässt sich das Bewusstsein für Gleichberechtigung wie ein Muskel trainieren? Mir gefällt der Gedanke. Dank gut trainiertem Bewusstsein leichter schlau Handeln und so Lebensraum neu gestalten...