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Hallo

Schön, dass Sie da sind. Meine Worte und ich freuen uns, von Ihnen gelesen zu werden. Ich bin Journalistin, Kommunikationsbeobachterin auf allen Ebenen und Literaturliebhaberin. Sie finden hier Workshopangebote und Texte, die inspirieren wollen. Aber auch kleine Sprachjuwelen, die mir begegnet sind, teile ich mit Ihnen. Lesen Sie einfach weiter…


 

Schrieb Erich Kästner über Masken?

Morgen, 2.Februar 2026 hat sie wieder geöffnet, die Schreibwerkstatt in Beinwil am See. Von 14 bis 16 Uhr können sich alle Neugierigen dort einfinden, um mit Papier und Stift Geschichten zu gestalten. Das Thema lautet Maskenzauber - und untenstehend finden sich meine ersten Assoziationen dazu.

Wenn es um Fasnacht, um Styling oder die Überdosis Make-up geht, fällt mir immer das Gedicht von Erich Kästner ein: "Keiner blickt dir hinter das Gesicht". Er schreibt darin zwar über die Gegensätze von arm und reich, von Herz und Geld - aber der Titel zieht bei mir noch ganz andere Gedanken nach sich. Ich sehe schick angezogene Menschen, die sich in der Kaffeeküche ihres Büros unterhalten ohne nur einen persönlichen Aspekt ihres Gegenübers zu kennen. Dabei denke ich nicht an eine Scheidung - wie wäre es mit so etwas banalen wie einer Lieblingsfarbe. Ich sehe wie die Menschen sich im öffentlichen Verkehr anschweigen. "Keiner blickt dir hinter das Gesicht" - hinter die eigens aufgebaute Fassade, die sich manch einer erschaffen hat, um in unserer Leistungsgesellschaft nicht anzuecken. Vielleicht ist Fasnacht darum so beliebt. In dieser Zeit verschwimmen reale und erschaffene Charaktere miteinander. Manche Alkoholwelle trägt unbedacht ehrliche Worte hinfort. Denn am Montag gilt wieder: "Keiner blickt dir hinter das Gesicht".


 

"Herzlich Willkommen...

auf der MS2026! Ihre Kabine ist für Sie bereit. Allerdings - wenn Sie mir die Bemerkung erlauben - wäre die Reise mit etwas weniger Gepäck wahrscheinlich komfortabler. Die Unterlagen für die bereits geplanten Ausfahrten finden Sie in der obersten Schreibtischschublade. Selbstverständlich sind weitere Ziele jederzeit planbar. Bei Fragen suchen Sie sich den passenden Ansprechpartner. Sie befinden sich alle auf dem Schiff. Nun wünsche ich Ihnen eine gute Reise!"

Soweit meine Fantasie zum Jahresbeginn. Der kleine Text verrät Ihnen, liebe Leserinnen und Leser (oder wäre Mitreisende passender?) einen Schwerpunkt. Es liegen viele kleine Schreibinseln auf der Route, von denen ich möglichst viele kennenlernen möchte. Falls Sie Lust haben, mich zu begleiten, melden Sie sich, dann kann ich das passende Ruderboot bestellen. Neue Informationen gibt es regelmässig hier an der Rezeption. Und jetzt geniessen Sie Ihren ersten Reisetag!


 

Beruf oder Berufung

Was passiert mit mir, wenn ich lese? Das ist eine gute Frage, denn diesbezüglich bin ich mehr als zweigeteilt. Da ist der Berufsgeist, der fast sofort den Text analysiert. Gefällt mir die Wortwahl? Erkenne ich die Bedeutung? Finde ich, der Text wird dem Thema gerecht? Wortwiederholungen beispielsweise stressen mich schnell und unbarmherzig. Der zweite Geist begibt sich in die beschriebene Geschichte. Empathie für Wörterketten, die Charaktere, die daraus entstehen. Wenn mein eigener Gemütszustand mich durch eine Geschichte trägt, dann kann es sein, dass sich ein Gefallen tags darauf in Luft auflöst. (Manchmal fällt es so schwer zehn Minuten ohne Pause durchzuschreiben. Hier ein solches Ergebnis - ungeschönt)


 

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